Umweltschutz
Wegweiser

Chiemgauer Braugerste

 

Braugerste»Bier braucht Heimat«, das ist bei der Schlossbrauerei Stein kein Slogan, sondern ein weitläufig beherztes Prinzip.

Es umfasst sämtliche Bereiche der Produktion, über Energiegewinnung und -verbrauch, die hauseigene Klärung des Abwassers bis zur langsamen Reifung der Steiner Biere in den Tiefen des Felsenkellers. Als nächsten Schritt bezieht die Schlossbrauerei jetzt die Braugerste aus der eigenen Region. Aktuell läuft ein Versuch zur zukünftigen Lieferung von Braugerste »aus der chiemgauer Heimat!« Wie brauereieigene Versuche bereits ergaben, eignet sich die Sommergerste der Sorte »Auriga« besonders gut. Eine Umfrage unter den Landwirten der Region zeigte, dass sie bereits ausreichend im Einzugsbereich der Schlossbrauerei Stein angebaut wird, da sie sich auch durch einen deutlich höheren Ertrag auszeichnet. Mit den Chiemgauer Landwirten hat man sich bereits auf die Lieferung dieser Sorte geeinigt. Dabei verlangt die Schlossbrauerei von den Bauern u. a. Verzicht auf Klärschlammdüngung und Einhaltung einer geregelten Fruchtfolge. Somit ist eine hervorragende Braugerstenqualität gesichert.
Auch Bauernobmann Georg Schaffner begrüßt die Maßnahme als Förderung der einheimischen Landwirtschaft. Eine solche Kooperation wäre einmalig im Chiemgau und würde die Landwirte wieder motivieren, eine spezielle Braugerste anzubauen.
Braumeister Markus Milkreiter erklärt, wie eine Vermischung mit anderer Braugerte ausgeschlossen wird: Die Landwirte liefern die »Chiemgauer Braugerste« ans Lagerhaus, von wo aus sie in eine von der Brauerei ausgewählte Mälzerei geht. Separat und rein wird dann das Gerstenmalz an die Schlossbrauerei zurückgeliefert. Die Aktion »Aus der Region für die Region« beginnt mit der Ernte 2006. Von da an soll der Anteil der heimateigenen Braugerste schrittweise gesteigert werden, bis sie ausschließlich für die Biere der Schlossbrauerei Stein verwendet wird. Damit schließt sich der Kreis: »Bier aus der Heimat durch Malz aus der Heimat!«, so der Bräu Helmut Mühleisen. Auch Landrat Hermann Steinmassl ist von dieser einmaligen Kooperation begeistert und hofft nun, dass sich auch andere Unternehmen der heimatverbundenen Aktion anschließen.