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Video: Braugersten-Ernte in der Region (hier: Rabenden, Gemeinde Altenmarkt/Alz)

 

 

 

 

    

Schlossbrauerei Stein und die Ökomodellregion Waging

kooperieren mit der Mussenmühle in Tacherting

   

Tacherting/Stein a.d. Traun/Text: Andreas Falkinger

 

 „Dass uns die Familie Huber Kapazitäten in ihrem Lagerhaus  

in der Mussenmühle bieten kann, ist für uns ein Glücksfall. Und nicht nur für uns – alle 

Beteiligten profitieren davon.“ Markus Milkreiter, 1. Braumeister der Schlossbrauerei Stein, 

ist begeistert, wie sich das Problem, die von der Ökomodellregion Waginger See – 

Rupertiwinkel gelieferte Biobraugerste sach- und fachgerecht zu lagern, in Wohlgefallen 

aufgelöst hat.

 

Alle Beteiligten profitieren von der Lösung – die Ökomodellregion, die Schlossbrauerei und 

natürlich auch die Mussenmühlen-Inhaber. „Das Lagerhaus ist das letzte fehlende Puzzleteil. 

Bio-Braugerste muss strikt getrennt von Gerste aus konventionellem Anbau gelagert werden. 

Das ist in der Mussenmühle gewährleistet. Die Familie Huber hat sich ja auf Bioprodukte 

spezialisiert, da können wir dafür garantieren, dass unser Rohstoff rein bleibt.“ In puncto 

Größe und Lage sei die Mussenmühle ideal – sowohl für die Landwirte der Ökomodellregion 

als auch für die Brauerei.

 

Im Spätherbst vergangenen Jahres hatte sich die Zusammenarbeit angebahnt: Über eine 

Anfrage beim Maschinenring sei der Kontakt zur Ökomodellregion entstanden, erzählt 

Mühlenchef Markus Wallner-Huber. Die Schlossbrauerei hatte bereits angestoßen, dass die 

Biobauern der Ökomodellregion für die Biobiere der Brauerei Gerste liefern sollten, um – wie 

das bereits seit zehn Jahren im konventionellen Landbau geschieht – regionale Rohstoffe 

nutzen zu können und regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. „Der Bio-Gedanke war 

nicht leicht zu verwirklichen, weil eine dezentrale Lagerung des Getreides zu kostenintensiv

gewesen wäre“, erklärt Milkreiter. „Da war die Chance, die sich durch die Mussenmühle 

aufgetan hat, exakt die Lösung, nach der wir alle gesucht haben.“

 

Betreut wird das Biogerstenprojekt der Schlossbrauerei Stein vor Ort von deren Mitarbeiter 

Ulli Probst. „Auch diese Tatsache verspricht einen reibungslosen Ablauf: Mit Herrn Probst 

arbeiten beide Seiten vertrauensvoll zusammen – sowohl wir von der Brauerei als auch die 

Familie Huber“, betont Milkreiter.

 

Seit dem ersten Kontakt hat sich in der Mussenmühle viel getan: Burgi Huber und ihr Mann 

Markus haben seit Anfang des Jahres rund 30.000 Euro in ihr Lagerhaus investiert, um es für 

die Anforderungen, die die Lagerung von Bio-Braugerste stellt, optimal fit zu machen: „Wir 

haben nach Wünschen und Vorgaben der Schlossbrauerei die Silos umbauen lassen, die 

Elektronik wurde überholt, Motoren, Reinigung, Heizung und Trocknung wurden überprüft 

und gewartet“, berichtet Markus Wallner-Huber. „Wir sind gerüstet: Die Ernte kann 

kommen.“

 

Durch die Kooperation mit den Steinern hat die Mussenmühle verstärkt die Aufmerksamkeit 

der Ökomodellregion auf sich gezogen: Bislang ist geplant, bis zu 250 Tonnen Biobraugerste 

in der Mussenmühle einzulagern. Insgesamt hat das Lagerhaus aber Platz für rund 600 

Tonnen. „Da liegts nahe, dass wir auch andere Rohstoffe der Ökomodellregion einlagern“,

erzählt Burgi Huber. Das verschaffe der heimischen Biolandwirtschaft zusätzliche 

Produktionskapazitäten. Markus Wallner-Huber: „Wir rechnen mit ordentlichen Zuwachsraten 

auf dem Biosektor.“

 

Für die Eigentümer der Mussenmühle ist die Kooperation mit der Ökomodellregion und der 

Schlossbrauerei eine Möglichkeit, die zweite Säule des Familienbetriebs deutlich zu stärken – 

und das rein auf regionaler Basis. Burgi Huber: „Unser Bio-Mühlenladen ist 

selbstverständlich weiter ein ganz wesentlicher Teil unseres kleinen Unternehmens. Hier 

verkaufen wir regionale Bioprodukte. Aber insgesamt wird diese Sparte für kleine Betriebe 

nicht unbedingt leichter, nachdem jeder Discounter Bioregale eingerichtet hat. Dass wir da 

qualitativ locker mithalten können, steht außer Frage. Auf einen Preiskampf kann man sich 

als Firma mit unserer Größenordnung nicht einlassen. Wir müssen mit Qualität, mit 

Regionalität und mit eigenen Produkten punkten. Das versuchen wir, und das gelingt uns, wie 

wir meinen, recht gut.“ 

Dafür investieren die Hubers auch in die Außenwirkung ihrer Mussenmühle. Für Gruppen 

organisieren sie in ihrer Kunstmühle aus dem 11. Jahrhundert unter anderem für Vereine, 

Verbände und Privatleute Führungen unter dem Motto „Erlebnistag in der Mühle“. 

Kindgerecht gestaltet werden diese Erlebnistage für Kindergarten- und Schulkinder. Für Burgi 

Huber ist das selbstverständlich, ist sie doch selbst Mutter von vier Buben – Michael (11), 

Alexander (4), Johannes (2) und Benedikt (1). 

So jung die Kooperation auch sein mag, historisch sind die Mussenmühle und Stein schon 

lange verbunden: Im Mittelalter sammelte die Mühle die Zwangsabgaben der Bauern in Form 

von Getreide an den Ritter Heinz von Stein ein. Heute ist die Mühle wieder Sammelstelle für 

die Steiner – nur mit Zwang hats diesmal nichts zu tun. Und nachdem die Hubers ja ihren 

Bioladen betreiben, soll‘s dort in Zukunft auch das Endprodukt der gemeinsamen 

Zusammenarbeit zu kaufen geben – die Biobiere der Schlossbrauerei. Die tragen übrigens das 

Label „Heinz vom Stein“, womit sich der Kreis auch hier wieder schließt.

 

 

 

Biobiere bald mit heimischer Braugerste

 

Quelle: "Falkinger Presse", Andreas Falkinger, Trostberg

  

„Ideale Ergänzung“: Schlossbrauerei Stein unterstützt die Ökomodellregion Waginger See

  

Aus der Region, für die Region – dieser Grundsatz gilt für die Schlossbrauerei Stein nicht nur beim Vertrieb,

sondern bereits beim Brauen: Schon lange pflegen die Steiner eine intensive Partnerschaft mit rund 100 Chiemgauer

Landwirten, die jährlich 1.300 Tonnen Braugerste liefern. „Durch unser Chiemgauer Braugersten-Programm sichern wir

höchste Produktqualität und unterstützen aktiv die heimische Landwirtschaft. Davon profitieren alle: wir,

die Bauern und die Kunden“, sagt Geschäftsführer Stefan Haunberger. Jetzt macht die Schlossbrauerei den

nächsten Schritt: Sie kooperiert mit der vor einem knappen Jahr gegründeten Ökomodellregion Waginger See.

Damit können die Brauer künftig für die Bio-Schiene mit den Heinz-von-Stein-Bieren (HvS) Biobraugerste aus der Region verarbeiten. 

  

Ziel der Ökomodellregion ist es, mehr heimische Bioprodukte zu erzeugen, zu verarbeiten und zu vermarkten.

Gerade beim Biogetreide ist das Entwicklungspotenzial sehr groß. Als Grundsatz hat die Region definiert,

dass in einer standortangepassten, umweltverträglichen und ökonomisch sinnvollen Landwirtschaft Optimierung vor

Maximierung geht. „Das entspricht exakt unseren Ansprüchen an unsere Bio-Produkte.

Deshalb sind wir überzeugt, dass wir uns ideal ergänzen – die Region mit ihren zukunftsweisenden Projekten

und wir mit unserer langjährigen Erfahrung mit Biobieren.“

  

Sieben Biolandwirte bauen heuer die Biosorte „Grace“ für die Schlossbrauerei an.

„Mit dieser Zusammenarbeit geben wir den Landwirten nicht nur die Gewissheit, das Vernünftige

und Richtige zu tun, sondern auch eine ökonomische Perspektive“, sagt 1. Braumeister Markus Milkreiter.

Den Gerstenbauern werde ein fairer Preis gezahlt. „Das ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg.

Die Anforderungen an den Bioanbau und der Konkurrenzdruck sind hoch.

Unsere Partnerschaft gibt den Landwirten Sicherheit.“

 

  

„Keiner erwartet den schnellen Erfolg, aber wir müssen die Aufbruchstimmung der Ökomodellregion gemeinsam nutzen.

Die Landwirte wollen etwas bewegen, und wir wollen dabei helfen. Die Produktqualität dürfen wir aber nicht aus den Augen verlieren.

Deshalb geben wir dem Projekt die Zeit, um schrittweise zu wachsen“, umreißt der Braumeister den Zeitplan.

Etappenziele seien, die Qualitätsanforderungen für die Mälzerei zu erfüllen und parallel eine gemeinsame

Logistik aufzubauen – von der Reinigung der Bio-Gerste über die Lagerung bis zur Anlieferung.

„Wir sind gleichermaßen optimistisch und realistisch, dass das gelingt“, ergänzt Geschäftsführer Haunberger.

„Wenn sich dann noch mehr Biolandwirte anschließen, soll uns das nur recht sein.

“ Außerdem denken die Steiner bereits an eine weitere Perspektive: „Wir können uns sehr gut vorstellen,

dass wir in naher Zukunft für die Heinz vom Stein Biere (Weißbiere hell und dunkel, alkoholfreie Biere)

Bioweizen aus der Ökomodelregion Waginger See einsetzen.“

 

 

    

Das Beste aus der Region

 

Mehr als 100 Landwirte aus dem Chiemgau bauen für die Schlossbrauerei Stein die hervorragende Sommergerste an.

Dabei verlangt die Schlossbrauerei von den Bauern u. a. die  Verwendung von zertifiziertem Saatgut und die Einhaltung

einer geregelten Fruchtfolge. Somit ist eine hervorragende Braugerstenqualität gesichert.

Dafür stehen auch die Landwirte aus der Region gerne mit ihrem Namen.

 

 

Nov. 2013: die Schlossbrauerei Stein ehrt ihre Braugerstenbauern aus dem Landkreis Traunstein,

die heuer bei ihrer Braugerste die beste Qualität erzielten, beim traditionellen "Braugersten-Treffen"

im Steiner Bräustüberl

 

Foto von links: Geschäftsführer Stefan Haunberger, Huber Kollmann, Hans Uhrmann, Georg Votz, Robert Baumann, Andreas Götzinger, Georg Bauer,

Meinrad Bernhofer Rolf Ohler vom ALF und Braumeister Markus Milkreiter    Foto: mix

 

 

Bei dem Treffen gab es eine Gedenkminute für den im August ganz plötzlich verstorbenen Bauernobmann, Herrn Georg Schaffner, der all die Jahre das

Projekt "Braugerste aus der Region"

Dessen Aufgabe übernimmt zukünftig Herr Meinrad Bernhofer, der als Mittler zwischen Braugerstenbauern und Schlossbrauerei Stein fungiert.

 

 

 Braugersten-Versammlung 2012


 

  

Quelle: August 2013, Steiner Bräuhauszeitung Nr. 2, Gabi Rasch 

 

Wer mit offenen Augen in die Landschaft blickt, dem dürfte aufgefallen sein, dass sich die Braugerstenschilder der Schlossbrauerei 

mittlerweile zu einem kleinen „Schilderwald“ entwickelt haben.

 

Anfangs noch belächelt und als Strohfeuer bezeichnet, hat der regionale Braugerstenanbau mittlerweile eine gewachsene Größe 

erreicht, die der Schlossbrauerei Stein als Hauptabnehmer eine gesicherte Basis verschafft. Knapp 100 Braugerstenerzeuger haben 

sich der Erzeugergemeinschaft angeschlossen, die auf Initiative des Sankt Georgener Bauernobmanns Georg Schaffner gemeinsam 

mit der Schlossbrauerei Stein (federführende Abwicklung durch Braumeister Markus Milkreiter) vor acht Jahren auf den Weg gebracht 

wurde. Heuer haben rund 70 Bauern auf einer Fläche von 250 Hektar Braugerste für die Schlossbrauerei angebaut und die Ernte steht quasi vor der Tür.

 

Allerdings erwartet man sich heuer aufgrund des verregneten Frühsommers keine Rekordernte wie beispielsweise im letzten 

Jahr. „Spitzenmengen werden wir mit Sicherheit nicht erreichen“, sagte Georg Schaffner der Bräuhaus Zeitung.

Schaffner ist aber zuversichtlich, die der Schlossbrauerei von der Erzeugergemeinschaft vertraglich zugesicherte 

Menge von 1100 Tonnen locker zu erreichen. Unmittelbar nach der Ernte wird das Braugetreide in den Anlagen 

des BayWa-Lagerhauses Emertsham für die Mälzerei aufbereitet. Bis es aber so weit ist, müssen mehrere Prozesse durchgeführt 

werden. Nach der Anlieferung ins Lagerhaus muss die Gerste zunächst grob vorgereinigt, belüftet und noch mal gereinigt werden. 

Erst dann kann sie in die Mälzerei geliefert werden, wo sie auf Sortenreinheit und Brauqualität überprüft wird,

bevor sie dann gemälzt werden kann und an die Schlossbrauerei zurück geliefert  

wird. Übrigens: Für 100 Liter Bier, die von den Bundesbürgern durchschnittlich pro Jahr getrunken 

werden, benötigt man zwischen 15 und 18 Kilogramm Malz, was in etwa 18 bis 22 Kilogramm Braugerste entspricht.

 

 

 

 

 

 

 


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